VERÄNDERTE ENTSCHEIDUNGSSTRUKTUREN

STARRE ENTSCHEIDUNGSSTRUKTUR

Die klassische Entscheidungspyramide, bei der von oben bestimmt und unten nur ausgeführt wird, hat sich in unserer agilen Welt sicher überlebt. Dennoch bietet sie einige Vorteile, die es nach Möglichkeit in dynamische Arbeitsstrukturen zu übernehmen gilt.

Hierarchische Mechanismen bieten Orientierung und Verlässlichkeit. Verantwortung und Entscheidungsbefugnis sind klar definiert und für alle erkennbar. Teams sind stabil und Prozesse eingespielt.

Das gibt vielen Menschen ein Gefühl von Sicherheit. So müssen sie selten Konsequenzen ihres Handelns befürchten. Entscheidungen können rasch von oben herab getroffen werden, unabhängig davon, ob das erforderliche Wissen ausreichend vorhanden ist.

BEWEGLICHE ENTSCHEIDUNGSSTRUKTUR

Je komplexer Aufgabenstellungen werden und je schneller sich Anforderungen ändern, desto hilfreicher ist es, Entscheidungsbefugnisse an entsprechende Experten zu verteilen. Somit kann die Führungsverantwortung je nach Aufgabenstellung und Projekt wechseln. Verantwortung wird nicht an die Position, sondern an die Kompetenz gebunden. Unterschiedliches Wissen und Erfahrungen sind in rascher Abfolge gefragt. Im negativen Fall führt dies dazu, dass Arbeitsgruppen ständig ein neues Miteinander finden müssen, alles ewig ausdiskutiert wird und sich Prozesse unerwünscht verlangsamen.

Es ist wichtig, in diesen Strukturen Orientierung und Sicherheit durch klare Spielregeln, ungehinderten Informationsfluss und Transparenz zu schaffen.

VERÄNDERTE ROLLEN

In flexiblen Entscheidungsstrukturen ändern sich sowohl die Rollen der Führungskräfte als auch die ihrer Mitarbeiter. Wer viele Jahre nur ausgeführt hat, muss sich zusätzlich zu seiner fachlichen Kompetenz Führungswissen und Erfahrung aneignen. Damit ändert sich auch die Rolle der bisherigen klassischen Führungskräfte. Statt top-down-Anweisungen zu erteilen, müssen sie Mitarbeiter dazu befähigen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Das erfordert eine Kultur, die Feedback und positive Verstärkung lebt. Fehler dürfen nicht abgestraft werden, sondern dienen dazu, dass alle daraus lernen.

Flexible Entscheidungsstrukturen im Unternehmen zu leben erfordert von allen Seiten große Veränderungsbereitschaft. Mitarbeiter müssen befähigt werden, aber auch gewillt sein, immer wieder Verantwortung zu übernehmen. Klassische Führungskräfte müssen sich vom Entscheider stärker zum Mentor und Coach entwickeln.

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