DAILY STAND-UP MEETING

Tägliche Kurzbesprechungen, im Stehen durchgeführt, haben sich als ein Methodenbaustein in der agilen Softwareentwicklung bewährt. In unserer immer komplexer werdenden Arbeitswelt können solche Meetings auch in vielen anderen Bereichen sinnvoll zum Einsatz kommen.

DURCHFÜHRUNG

Die täglichen Meetings sollten je nach Größe des Teilnehmerkreises 5 bis höchstens 15 Minuten umfassen. Diese Zeitspanne wird auch als Timebox bezeichnet. Die Meetings finden jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt statt. Dieser sollte von den Teammitgliedern bestimmt werden, um Zuspätkommen oder Fehlen möglichst zu vermeiden. Allerdings wird nicht auf einzelne Teammitglieder gewartet. Ziel des Meetings ist eine tägliche selbstorganisierte Einsatzplanung. So sollen alle anstehenden Aufgaben priorisiert und entsprechend verteilt werden. Gleichzeitig werden somit etwa bestehende Hindernisse und Probleme im Projekt allen bekannt. Ausschweifende Berichte und langwierige Problemdiskussionen finden hier keinen Platz. Details und Unklarheiten können einzelne Mitglieder anschließend miteinander klären. Die Durchführung des Meetings im Stehen, trägt zusätzlich dazu bei, dass diese Form der Kurzbesprechung nicht ausufert.

ANWENDUNG

Tägliche Kurzbesprechungen können immer dann sinnvoll sein, wenn ein Team miteinander zusammenhängende Aufgaben in einem komplexen Umfeld zu erledigen hat. Voraussetzung ist, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich in tägliche Pakete aufgeteilt werden. Es macht wenig Sinn, wenn berichtet wird: „ich arbeite heute an derselben Aufgabe wie gestern“. Bewährt hat sich zum Beispiel, dass jeder kurz berichtet, welchen Arbeitsschritt er gestern erledigt hat. Dann können alle notwendigen weiteren Arbeitspakete priorisiert und auf die Teilnehmer verteilt werden. Bei keinem Teammitglied sollte der Eindruck entstehen, dass Zeit verschwendet wird. Beginnt ein Team damit, tägliche Kurzmeetings durchzuführen, kann es zunächst einmal sinnvoll sein, einen Moderator hinzuzuziehen. Dieser darf jedoch nicht in das Ergebnis eingreifen. Er kann den Prozess jedoch strukturieren, indem er auf die Redezeit der Einzelnen achtet oder durch Fragen wie „Warum wurde diese hochpriorisierte Aufgabe nicht verteilt?“ führt. Jedoch sollte der Moderator nach einiger Zeit überflüssig werden.

Daily Stand-Up Meetings können eine gute Methode sein, damit ein Team stets den Überblick über den aktuellen Projektfortschritt behält, auftretende Hindernisse frühzeitig erkennt und Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit selbstorganisiert verteilen kann.

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DiSG Kommunikationstraining
verstehen - einschätzen - kommunizieren

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