Ob es nun das Sommerfest der Firma oder die Geburtstagsfeier des Chefs ist, die Herausforderung bleibt gleich. Wie sprechen Sie unbekannte Menschen an? Wie kommen Sie mit anderen in Kontakt? Die Lösung lautet Smalltalk.

BRÜCKEN SCHLAGEN

Smalltalk hat bei uns zu Unrecht oft ein negatives Image. Denn eigentlich ist er der soziale Schmierstoff zwischen den Menschen. Mit Hilfe eines netten unverfänglichen Gesprächs schlagen wir eine Brücke zu unserem Gegenüber. Wir haben noch immer die Wahl ob das Ganze unverfänglich bleibt oder der Beginn eines intensiven Austauschs wird. Meist setzen wir uns selbst viel zu sehr unter Druck, weil wir meinen, etwas besonders Witziges oder Geistreiches sagen zu müssen. Dem ist aber gar nicht so. Ganz im Gegenteil. Es geht nur darum das Eis zu brechen. Beziehen Sie sich auf etwas in der unmittelbaren Umgebung. Bewundern Sie das Buffett, fragen Sie ob Sie ihrem Gegenüber etwas zu trinken mitbringen dürfen. Fragen Sie woher er das Geburtstagskind kennt oder ob er schon länger im Unternehmen ist. Konzentrieren Sie sich auf positive Themen, die auch bei Ihrem Gesprächspartner angenehme Gefühle wecken. Sie werden sehen, es gibt wesentlich mehr Interessantes als nur über das Wetter zu sprechen.

DO‘S UND DON‘TS

Natürlich gibt es trotzdem einige do‘s und don‘ts zu beachten. Nehmen Sie Augenkontakt auf und lächeln Sie ihren Gesprächspartner an. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten, das schafft Sympathie. Interessieren Sie sich für das, was der andere sagt. Hören Sie aufmerksam zu und fragen Sie nach. Stellen Sie offene Fragen. „Was hat Ihnen am Vortrag besonders gut gefallen?“ eröffnet mehr Gesprächsansätze als Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ Zu beantworten sind. Seien Sie weder besserwisserisch noch zu übertrieben. Langweilen Sie ihr Gegenüber nicht und versuchen Sie nicht den anderen tot zu reden. Jammereien und Gespräche über kontroverse Themen wie Religion oder Politik haben beim Smalltalk nichts zu suchen. Auch das Thema Geld oder Unternehmensgerüchte eignen sich nicht für den Smalltalk.

UNVERBINDLICH

Smalltalk hat auch den Vorteil, dass Sie sich leicht wieder aus dem Gespräch ausklinken können. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen der Gesprächspartner so gar nicht liegt, können Sie zum Beispiel mit „Ich sehe gerade meine Kollegin, der ich noch rasch etwas sagen muss“ das Gespräch unkompliziert beenden. Am besten verabschieden Sie sich mit einer Formulierung wie: „Wir sehen uns später sicher noch“.

Natürlich gibt es immer diejenigen, die als Meister des Smalltalks geboren zu sein scheinen. Wenn Sie jedoch ein paar Dinge beachten, ist es gar nicht so schwer. So können Sie peinliche Gesprächspausen, weil keiner wagt, den Anfang zu machen, vermeiden. Und vielleicht ist der Smalltalk mit dem neuen Kollegen ja der Beginn einer guten Freundschaft.

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