Mann mit Kopf in einer Wolke voller Glaubenssätze

„Wenn Stellen abgebaut werden, trifft es mich sicher zuerst!“ und „Probleme sind Chancen“ das sind zwei Glaubenssätze. Sie machen deutlich, dass Glaubenssätze uns sowohl negativ wie positiv beeinflussen können. Aber sind wir ihnen ausgeliefert oder haben wir selbst Einfluss darauf, welche Glaubenssätze für uns gelten?

ENTSTEHUNG

Glaubenssätze haben den Zweck, uns den Umgang mit unserer Umwelt zu erleichtern. Der Glaubenssatz „Wilde Tiere sind gefährlich“ hat sicher vielen unserer Vorfahren das Überleben gesichert. Die meisten Glaubenssätze lernen wir schon sehr früh kennen, nämlich von unseren Eltern. Das ist auch der Grund, warum wir sie völlig unreflektiert übernehmen. Viele davon tragen auch sicher dazu bei, dass wir unbeschadet durch das Leben gehen. Bestimmt gibt es aber auch andere, die uns ausbremsen oder einfach nicht mehr passend für unser Umfeld sind und uns trotzdem hindern. Denn Glaubenssätze können unser Leben bestimmen. Durch unsere schon vorgefertigte Erwartung an die Zukunft, tragen wir selbst sehr viel dazu bei, dass die Dinge auch so geschehen, wie wir es annehmen. Glaubenssätze sind sozusagen Vorannahmen oder Voraussagen der Zukunft.

WIRKUNG

Wie funktioniert das? Wir sind so auf unsere Glaubenssätze geprägt, dass wir entsprechend eines Rasters vor allem die Dinge wahrnehmen, die unserem Glaubenssystem entsprechen. Sind unsere Annahmen eher negativ, versäumen wir dadurch viele positive Chancen. Gehen wir hingegen von einem positiven Glaubenssatz aus, werden wir speziell die Situationen erkennen und für uns nutzen, die zu unserem Vorteil sind. Zwei Mitarbeiter müssen sich mit einer neuen Software auseinandersetzen. Der eine geht mit dem Glaubenssatz „Das kann ich sowieso nicht“, der andere mit dem Glaubenssatz „Man kann alles lernen“ ans Werk. Wer wird wohl mehr Erfolg haben? Bei den ersten Schwierigkeiten wird der negativ geprägte Mitarbeiter vermutlich bald aufgeben. Es hat sich ja wieder gezeigt, dass er eh schon wusste, dass er sowas nicht kann. Hingegen wird sich sein Kollege bei Problemen vermutlich sagen, wenn er alles erst mal besser versteht, wird es schon funktionieren. Diese Einstellung animiert ihn natürlich eher zum Weitermachen als die seines Kollegen.

GLAUBENSSÄTZE HINTERFRAGEN

Wie können wir uns von Glaubenssätzen befreien? Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir beobachten, welche Glaubenssätze unser Handeln und Denken bestimmen. Oft ist uns gar nicht klar, dass Aussagen über zukünftige Geschehnisse in Wirklichkeit Glaubenssätze sind. Aussagen, die mit nie, immer, alle… und ähnlichen verallgemeinernden Begriffen operieren gehören oft in diese Kategorie. Danach sollten wir anfangen, negative Aussagen einfach mal zu hinterfragen. Ist es wirklich unabdingbar, dass dieser Glaubenssatz zutrifft? Gäbe es noch andere Möglichkeiten? Würden wir uns vielleicht anders verhalten, wenn wir etwas Positiveres erwarten würden? Wenn Sie sich in Ihrem Berufsumfeld durch negative Glaubenssätze selbst einschränken, kann es auch sinnvoll sein herauszufinden, durch welche Glaubenssätze sich Kollegen leiten lassen, die eine Situation besser meistern. Die Macht der Glaubenssätze kann sogar den Erfolg und die Leistung eines ganzen Teams beeinflussen. Deshalb ist es besonders für Führungskräfte wichtig sich diesbezüglich zu hinterfragen.

Natürlich können wir nicht so einfach von einem Tag zum anderen Glaubenssätze, die uns hindern, durch positive austauschen. Manchmal ist dazu sogar die Hilfe eines Coaches erforderlich. Doch verschafft Ihnen zumeist schon das Reflektieren und in Frage stellen von Glaubenssätzen mehr Handlungsfreiheit.

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