Team in optimaler Teamgröße arbeitet bestmöglich zusammen

Viele Kriterien spielen für die erfolgreiche Teamarbeit eine Rolle. Nicht zuletzt auch die Anzahl der Teammitglieder. Es stellt sich die Frage, bringt mehr auch mehr oder ist eher weniger mehr?

TEAM ERFORDERLICH?

Generell gilt, dass Teams nur gebildet werden sollten, wenn eine Aufgabe vorliegt, die von einzelnen Personen nicht selbstständig erledigt werden kann.

Teams bringen einen Vorteil, wenn zum Beispiel verschiedene Funktionalitäten ineinandergreifen müssen. Aber auch gemeinsames Brainstorming, Ausarbeiten von Ideen sowie gegenseitige Unterstützung und Motivation können Teams produktiver machen als einzeln Arbeitende. Natürlich kann man die Anzahl der Mitarbeiter zum Beispiel in einem Projektteam nicht immer ganz frei zusammenstellen. Manchmal sind die Teamstärken schon vorgegeben. Dennoch kann es nützlich sein, die Theorien zur optimalen Teamgröße zu kennen. So kann es eventuell Sinn machen, zu große Arbeitsgruppen nochmal zu unterteilen oder zu kleine aufzustocken.

HOHER KOMMUNIKATIONSAUFWAND

Das Arbeiten in Teams erfordert immer Abstimmungsbedarf, der mit Anzahl der Teammitglieder stetig steigt. Die formelle und informelle Kommunikation erfordert Zeit. Stellen Sie sich vor, wenn Sie sich in einer Gruppe von 7 Personen mit jedem der anderen 6 Gruppenmitgliedern am Tag nur 10 Minuten unterhalten würden, dann würde das schon eine Stunde dauern. Der Koordinationsaufwand, vor allem aber das Treffen von gemeinsamen Entscheidungen, die dann auch von allen getragen werden, wächst mit jedem zusätzlichen Teammitglied.

Teambesprechungen werden dadurch oftmals länger. Diese Zeit fehlt natürlich für das Erledigen der individuellen Aufgaben.

VERMEHRTE KONFLIKTE

Leider wird auch mit der Größe des Teams das Zuweisen klar abgegrenzter Rollen schwieriger. Auch die Wahrscheinlichkeit von Konflikten steigt, mit der Konsequenz, dass die Zufriedenheit und der Zusammenhalt im Team gefährdet sind. Größere Teams bergen die Gefahr, dass sich bei Meinungsverschiedenheiten kleinere Grüppchen bilden, die gegeneinander agieren. Generell ist es sinnvoll, Teams mit einer ungeraden Anzahl an Mitgliedern zusammenzustellen. So wird bei Abstimmungen von vornherein eine Pattsituation vermieden. Drückeberger können sich in großen Teams lange verstecken, bis ihre Minderleistung auch für die Vorgesetzten sichtbar wird. Rollen und Arbeitsbeiträge der Einzelnen für alle Teammitglieder und Führungspersonen transparent zu halten, kann dem entgegenwirken.

PLUS/ MINUS 7

Es gibt keine exakte wissenschaftlich fundierte Zahl für die optimale Teamgröße. Jedoch wird basierend auf vielfältigen Erfahrungen in der Literatur zumeist eine Anzahl von 7+/-2 Teammitgliedern empfohlen. Ob nun eher 5 oder doch 9 Teammitarbeiter mehr Erfolg versprechen, hängt natürlich von den benötigten Kompetenzen und der Komplexität der Aufgabenstellung ab. Studien zeigen allerdings auch, dass die Arbeitsleistung des Einzelnen und das Gefühl für das Ergebnis verantwortlich zu sein mit der Teamgröße eher abnimmt. Das heißt also, dass man zum Beispiel nicht annehmen darf, dass 5 Mitarbeiter automatisch die 5-fache Leistung eines Mitarbeiters bringen.

Beim Arbeiten im Team ist die Teamgröße mitentscheidend für den Erfolg. Mit steigender Anzahl der Teammitglieder besteht die Gefahr, dass negative Synergien das Team blockieren.

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