Unter einem Referenzschreiben versteht man eine Empfehlung einer unabhängigen Person. Im Bewerbungsprozess kann das ein wichtiger Baustein sein, der zu Ihrer Einstellung führt.

VERBREITUNG

In Deutschland sind Referenzschreiben noch wenig verbreitet. Das heißt, sie werden selten von Kandidaten auf Jobsuche verlangt. Auch legt nach Umfragen, nur circa jeder 4. Bewerber ein Referenzschreiben bei. Im angloamerikanischen Raum sind Referenzschreiben dagegen nahezu Standard und werden regelmäßig von den Arbeitgebern im Bewerbungsprozess eingefordert. Somit können Sie sich mit einer aussagekräftigen Referenz noch immer von der Masse der Kandidaten abheben. Wesentlich kann das vor allem sein, wenn Sie ins Berufsleben eintreten, also noch kein Arbeitszeugnis vorlegen können. Natürlich gilt das auch, wenn Sie vor Ihrer Jobsuche zum Beispiel längere Zeit freiberuflich gearbeitet haben oder eine berufliche Auszeit genommen haben.

REFERENZGEBER

Referenzschreiben können von ganz unterschiedlichen Personen ausgestellt werden. Die Palette reicht von Führungskräften, bei denen Sie gearbeitet haben, über Kunden, für die Sie tätig waren, bis hin zu Verantwortlichen ehrenamtlicher Organisationen. Aber auch ein Professor von Ihrer Uni, oder ein Mentor, der Ihre beruflichen Schritte begleitet hat, kann sich gut eignen. Voraussetzung ist, dass Sie der Verfasser wirklich kennt und sich auch noch nach längerer Zeit so an Sie erinnert, dass er telefonisch differenziert über Ihr Können Auskunft geben kann. Hierarchisch sollte er auf jeden Fall über Ihnen stehen. So ist zum Beispiel ein Referenzschreiben eines Geschäftsführers dem eines Abteilungsleiters vorzuziehen. Wichtig ist, dass klar wird, dass der Referenzgeber die fachliche Kompetenz hat Sie zu beurteilen und als objektiv eingeschätzt wird. Je bekannter er im Umfeld Ihrer Wunschjobs ist, umso besser.

FORM UND INHALT

Das Referenzschreiben sollte wie ein normaler Geschäftsbrief verfasst sein und nicht länger als eine Seite sein. Der Briefkopf sollte Ort und Datum enthalten. Der Betreff ist Ihr Name. Im Gegensatz zu einem Empfehlungsschreiben, wird eine allgemeine Anredeformel verwendet, da sich das Schreiben an keine bestimmte Person richtet. So können Sie es bei mehreren Bewerbungen einsetzen. Die Referenz an sich sollte kurze Angaben zu Ihrer Person enthalten. Ebenso muss hervorgehen in welcher Beziehung der Referenzgeber zu Ihnen steht und über welchen Zeitraum er Sie beobachten konnte. Dem folgen besondere Erfolge, die Sie erzielen konnten, Tätigkeiten, die Sie ausgeübt haben, oder spezifische Fachkenntnisse. Auch besondere Softskills, über die Sie verfügen, hervorzuheben ist sinnvoll. Gerade wenn Sie noch am Anfang Ihrer Karriere stehen, ist es wichtig, auch Ihr Entwicklungspotential zu beschreiben. Auf jeden Fall sollte aus dem Schreiben klar hervorgehen, dass der Referenzgeber Sie sowohl empfiehlt, als auch für Auskünfte zur Verfügung steht. Üblich sind gute Wünsche für Ihre berufliche Zukunft, gefolgt von einer Grußformel. Referenzschreiben gehören in den Anhang Ihrer Bewerbung. Es sollten nicht mehr als drei sein.

Referenzschreiben sind im Grunde eine begleitende Werbeaktion für Sie. Sie können sie also Ihrer Bewerbung hinzufügen, auch wenn sie nicht explizit gefordert sind. Das gilt allerdings nur, wenn es tatsächlich einen konkreten Bezug über Ihre Tätigkeit, Qualifikation oder sonstiges zu der ausgeschriebenen Stelle gibt.

Interessante Jobs, bei denen Sie Ihre Referenzen einsetzen können, findest Sie hier.