Fragen Sie sich auch öfters, wie Sie Ihr Gegenüber eigentlich wahrnimmt, wie Sie wirken und was sich der andere von Ihnen wünscht? Feedback gibt Ihnen die Antwort auf Ihre Fragen.

FEEDBACK ZEIGT WIRKUNG

Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch, das sind die 3W, um die es beim Thema Feedback geht. Welche Brisanz das Thema hat, zeigt eine von metaHR durchgeführte Studie. Danach war Feedback durch die Führungskräfte eines der entscheidenden Kriterien für die Loyalität und Verbundenheit mit dem Unternehmen. Im Gegensatz dazu erhielten nur etwas über 30% von Kandidaten Feedback, die erst vor kurzem ihren Job gewechselt hatten. Diese waren auch weiterhin wechselwillig, jedoch wünschten sich über die Hälfte dieser Beschäftigten Feedback.

Es gibt natürlich viele Arten von Feedback. Das kurze „Gut gemacht!“ an einen Kollegen gerichtet, ist ebenso Feedback wie die kurze Meinungsumfrage am Ende eines Seminartages.

Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie richtig Feedback geben, aber auch entgegennehmen.

FEEDBACK GEBEN

Wichtig ist zunächst, dass Sie den anderen nicht mit Ihrem Feedback überfallen. Fragen Sie ihn, ob er Feedback haben möchte. Vereinbaren Sie einen Termin für dieses Gespräch, an dem sie ungestört und nicht unter Zeitdruck sind. Trotzdem sollte zwischen Ihrer Beobachtung und dem Feedbackgespräch nicht zu viel Zeit vergehen.

Sprechen Sie in der Ich-Form und beziehen Sie sich auf konkrete Ereignisse. Mit der Aussage, Sie sind immer so unhöflich, kann Ihr Gegenüber weniger anfangen, als mit der Schilderung einer konkreten Situation. Beschreiben Sie, welche Wirkung sein Verhalten auf Sie hat und was Sie sich von ihm wünschen.

Packen Sie nicht zu viele Themen in ein Feedbackgespräch. Damit ist der andere schnell überfordert. Weniger ist oft mehr. Geben Sie zum Beispiel ein Feedback nach einer Präsentation, dann achten Sie darauf, dass Negatives und Positives ausgewogen sind. Nur positives Feedback wirkt oft oberflächlich und wird in der Regel genauso wenig angenommen, wie ausschließlich negative Rückmeldungen.

FEEDBACK NEHMEN

Begreifen Sie Feedback als Chance für sich. Aber genauso ok ist es, dem anderen zu signalisieren, dass Sie kein oder jetzt kein Feedback wollen. Die Aufgabe des Feedbacknehmers ist es zu- und hinzuhören. Das Feedbackgespräch ist kein Ort für Rechtfertigungen oder ein Schlagabtausch von Argumenten. Natürlich können Sie Verständnisfragen stellen. Ein Feedbackgespräch hat keinen Verbleib. Bedanken Sie sich bei Ihrem Gegenüber am Ende des Gesprächs.

Danach ist Zeit, das Ganze sacken zu lassen und in Ruhe zu reflektieren. Sie und nur Sie allein entscheiden, ob Sie das Feedback für gerechtfertigt halten und annehmen. Genauso müssen Sie sich klar werden, ob Sie etwas ändern wollen, also dem Wunsch des Feedbackgebers entgegenkommen.

FEEDBACK SCHAFFT VERTRAUEN

Oft setzen wir leider das Wort Feedback mit Kritik gleich. Das ist schade, denn richtig gegebenes Feedback hilft uns dabei, uns weiterzuentwickeln. Im positiven Fall erkennen wir eigene Stärken und erhöhen unseren Lernerfolg. Negative Rückmeldungen zeigen Verbesserungspotential auf und helfen uns, unsere blinden Flecken zu verkleinern. Regelmäßige Feedbackgespräche, richtig durchgeführt, führen zu mehr Offenheit auf beiden Seiten und langfristig zu einer vertrauensvollen, konstruktiven Arbeitsatmosphäre.

Interessante Jobs, in Unternehmen, die die Feedbackkultur pflegen, finden Sie hier.